Sicher zur Schule – Schulwegsicherheit bleibt Daueraufgabe
04.09.2026
Stadt Rinteln entwickelt gemeinsam mit Polizei, Schulen und Elternvertretungen die Maßnahmen für sichere Schulwege kontinuierlich weiter
Morgens herrscht rund um viele Grundschulen reger Betrieb: Kinder kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, Schulbusse fahren vor, gleichzeitig bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis möglichst nah an den Schuleingang. Die Zahl der sogenannten „Elterntaxis“ nimmt vielerorts zu. Für die Stadt Rinteln ist das Anlass, gemeinsam mit der Polizei, den Schulen und den Elternvertretungen regelmäßig nach Lösungen zu suchen und bestehende Maßnahmen zur Schulwegsicherheit weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Beitrag kann dabei ganz einfach sein: das Auto stehen lassen, wenn der Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut zu bewältigen ist. Denn weniger Elterntaxis bedeuten weniger Verkehr, mehr Übersichtlichkeit und letztlich mehr Sicherheit für alle Kinder auf ihrem Weg zur Schule.
Auch an der Grundschule Nord steht das Thema Elterntaxis aktuell im Mittelpunkt. Zwei neu aufgehängte Banner sollen dazu beitragen, dass der direkte Bringverkehr bis vor die Schule möglichst vermieden werden sollte.
Eine Alternative gibt es bereits: Durch eine Vereinbarung zwischen der Schule und dem nahegelegenen Baumarkt können Eltern am Morgen den dortigen Parkplatz nutzen. Von dort sind es nur noch wenige Meter zu Fuß bis zur Schule.
Gleichzeitig wird an der Grundschule Nord über weitere Möglichkeiten beraten, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Welche Maßnahmen konkret sinnvoll und umsetzbar sind, soll zunächst im Rahmen der regelmäßigen Verkehrssicherheitsbesprechungen zwischen Stadt und Polizei geprüft werden.
„Wichtig ist hierbei eine genaue Prüfung der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten“, sagt Markus Luckhaus, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Rinteln. „Ein zusätzliches Park- oder Halteverbot kann zwar an einer Stelle für mehr Ordnung sorgen – ohne eine grundsätzliche Verringerung des Autoverkehrs besteht allerdings die Gefahr, dass sich das Problem lediglich in eine andere Straße verlagert.“ Luckhaus appelliert daher an die Eltern, den Parkplatz des nahegelegenen Baumarktes beim Bringen und Abholen der Kinder zu nutzen.

Foto: Igor Vucinic



